Kunstmaler Radu Maier im Porträt


Ausgezeichnet und geehrt

2017 – Ehrendiplom des Generalkonsulates von Rumänien in München und der GeFoRum, München.
2016 – Ehrengabe des Kulturpreises des Bundes der Vertriebenen (BDV) Bayern, Marktredwitz.
2014 – Excellence Award des Generalkonsulates von Rumänien, München.
2003 – Orden Kavalier der Künste, ASLA, Großwardein, Rumänien.
2000 – Großer Preis für Malerei, ASLA (Akademie für Wissenschaft, Literatur und Kunst) Großwardein, Rumänien.
1999 – Ehrenbürger der Stadt Klausenburg, Rumänien.

Der Künstler Radu Maier bei der Arbeit
Der Künstler Radu Maier bei der Arbeit

Eine Einführung in die fantastische Welt des Kunstmalers

Skelettartige Stelen, Treppen ins Nichts, zerklüftetes Gestein, bedrohlich aufragende kristalline Mauern, biomorphe Wesen, Knotenpunkte im interstellaren Raum und über allem das mystische Licht eines blutroten Sonnenballs – wir befinden uns in der Welt des Künstlers RADU, der sich durch seine tiefsitzende Realismus-Allergie in seinen Bildern eine eigene Realität schafft.

Diese Aversion wurzelt in seiner Herkunft als Rumänien-Deutscher, wo er gegen die von den Machthabern diktierte Wirklichkeit seine eigene entwickelte. Radu lebt seit 1967 in München, doch sein „Realismus-Trauma“ schlägt sich bis heute in seinen Landschaften nieder.

Handwerklich hat der in Klausenburg/ Rumänien geborene Radu eine solide künstlerische Ausbildung an der dortigen Kunstakademie erhalten. Nach erfolgreichem Abschluss mit Diplom, war er Assistent an der oben Akademie und arbeitete auch einige Jahre periodisch im Atelier von Professor Corneliu Baba in Bukarest. Ein Stipendiat der „Academia Pietro Vanucci“ 1964 in Perugia/ltalien gestattete ihm, einen unmittelbaren Dialog mit der freien Europäischen Kunst aufzunehmen. Sicher hat dieser Aufenthalt seinen Wunsch nach München zu übersiedeln beflügelt.

Eine Aura „beruflicher Strenge” hüllte damals und auch heute noch die Kunstakademie der Hauptstadt Transilvaniens ein. Ethisch-ästhetisch aber, kam der Rumänien-Deutsche ziemlich schnell mit den sozialistisch-realistischen Richtlinien der Akademie in Konflikt. Eine noch nicht verarbeitete, tiefsitzende Aversion gegen die von den Machthabern diktierten Realitätsdarstellungen, entwickelte sich bei Radu.

Dieses Trauma schlägt sich bis heute nieder, meist durch bewusste Distanz von „menschlichen Elementen“. Die Beziehung des Künstlers zu den unterschiedlichsten Darstellungen mit Menschen ist höchst zwiespältig.

Die Landschaften von Radu‚ ob Architektur respektive Ruineninterpretationen, ob Wüste oder alpine Strukturen, sind nicht nur menschenleer, nein auch in ihrer Kargheit und „Chlorophyllarmut“ gar menschenfeindlich.

Eine bizarre Fremdartigkeit, ein diskreter Hauch von nicht irdischem, außerplanetarischem, schwebt überall durch zerklüftete Felsen, erodierten Lavamassen, über vom Zahn der Zeit in Mitleidenschaft genommene, nicht unbedingt von menschlicher Hand errichteten Konstruktionen dahin.

Interessiert an Landschaftsmalereien des Künstlers Radu Maier?

Hier sehen Sie alle Kunstwerke im Überblick!

Bekannt aus…

Ein Virtuose der Mischtechnik und verschachtelten Ebenen

Kunstmaler Radu Maier bei der Arbeit mit Airbrush auf Leinwand
Kunstmaler Radu Maier bei der Arbeit mit Airbrush auf Leinwand

Erstaunlich ist bei Radu das technische Niveau, die Virtuosität, die nahezu perfekte Beherrschung der zur Verfügung stehenden Mittel. Es gibt bei ihm so gut wie keine reine Ölmalerei, reines Aquarell, reine Acryl oder Temperamalerei, sondern vielmehr eine nüchterne Mischung aus allen Richtungen.

Selten werden Pinsel verwendet, eher Messer, Schaber, Rasierklingen, Nadeln, Fräsen, Schablonen, Schleifpapier, Gummirollen und ähnliche Werkzeuge. Nicht zu vergessen ist der Luftpinsel. Druck, Abdruck, Frottage und Accrochage vervollständigen diese umfangreichen Malmittel und „Handwerkszeuge“.

Die bis zu acht übereinanderliegenden Schichten von Farben, Isolierlack und Firnis bezeichnet Radu als Mischtechnik.
Oberflächlich betrachtet könnte man Radu den lyrischen Surrealisten zuordnen oder einige Elemente aus dem Füllhorn von Max Ernst oder Paul Klee ausmachen, aber wenn überhaupt, dann beschränkt sich Radu beim Griff in die Kollegenschatulle eher auf Erkenntnisse, als auf die Übernahme von Methoden oder Lösungen.

Es ist schwer, Radu in die europäische Kunstszene einzuordnen. Er gibt in seinen Bildern den Blick frei in himmelweite Fernen, ins unverstellte All.

Kunstmaler Radu Maier bei der Arbeit
Kunstmaler Radu Maier bei der Arbeit

Meine Technik ist eine ständige Herausforderung, aber sicherlich auch mein ästhetisches Experimentierlabor.

– Radu Maier

Weltweit ausgestellt

Eine Auswahl Radu Maiers weltweit organisierten Einzel- und Gruppenausstellungen
Blicken Sie zurück auf spannende Themen und Ausstellungen von Radu Maier – weltweit

Einzelausstellungen

  • 2019 Einzelausstellung „Von Angesicht zu Angesicht. Porträts von und mit Radu Maier“, Galerie RADUART, Fürstenfeldbruck.
  • 2018 Einzelausstellung „RADUtopia“, Kunstgewölbe, Dinkelsbühl.
  • 20142017 Große Einzelausstellung, Generalkonsulat von Rumänien, München.
  • 2014 Große Einzelausstellung, Nationalmuseum Klausenburg, Rumänien.
  • 2010 Eröffnung der Galerie RADUART und Vernissage RADU in der Galerie Raduart, Fürstenfeldbruck. Die Ausstellung beinhaltet ein Querschnitt der Aktivität des Künstlers in der letzten 10 Jahren.
  • 2010 „Ewig Virtuell. Werke des Malers Radu Maier“, Galerie des Generalkonsulats von Rumänien, München.
  • 2009 Gründung der Galerie RADUART, Fürstenfeldbruck.
  • 2009 „Personala RADU“, Galerie „Casa Artelor“, Klausenburg.
  • 2008 Ausstellung „Laguna Malata II“, Galerie “Frezia” Dej.
  • 2007 Ausstellung „Laguna Malata I“, Nationalmuseum Klausenburg.
  • 2005 Ausstellung „Transfiguration des Realen“, Casa Vernescu, Bukarest.
  • 2003 Ausstellung „Malerei, Grafik, Mischtechnik“, Nationalmuseum Klausenburg.
  • 2002 Ausstellung, Galerie Frezia, Dej.
  • 2001 Ausstellung, Brukenthal-Museum, Hermannstadt.
  • 1999 Ausstellung, Galerie „Frezia“, Dej.
  • 1998 Ausstellung, IHK, Klausenburg.
  • 1997 Ausstellung, Nationalmuseum, Klausenburg.
  • 1995 Große Einzelausstellung, mit über 140 Exponaten, Klausenburg.
  • 1989-1990 Ausstellung in den Räumen der Regierung von Oberbayern, München.
  • 1988 Ausstellung, Galerie pro Arte, München.
  • 1986 Ausstellung, Le Vigan, Frankreich.
  • 1984 Jubiläumsausstellung „Die kleine Retrospektive“, Galerie im Schlosspavillon, Ismaning, München.
  • 1983 Ausstellung, Galerie Möring“, Wiesbaden.
  • 1983 Ausstellung,  Lincoln Gallery, New York, USA.
  • 1979-1981 Periodische Ausstellungen in der Antares-Galerie, München.
  • 1977 Ausstellung „Malerei in Mischtechnik“, „Siebenbürgischen Museum“, Schloss Horneck / Gundelsheim.
  • 1976 Ausstellung, „Galerie No .18“, Essen.
  • 1974 Ausstellung, Galerie Symposion der Künste, Mannheim.
  • 1974 Ausstellung, Siebenbürgische Museum, Schloss Horneck.
  • Seit 1973 Teilnahme an den Ausstellungen der Künstlergilde Esslingen in der „Kunstforum Ostdeutsche
  • Galerie“, Regensburg.
  • 1972 Ausstellung „Galerie des Atelier-Theathers“, Bern, Schweiz.
  • 1971 Ausstellung, „Siemens Stiftung“, München.
  • 1970 Ausstellung, „Galerie pro Arte“, München.
  • 1970 „Ölmalerei in Mischtechnik und Collagen“, Haus der Begegnung, München.
  • 1968-1974 Mehrere Einzel- und Gruppenausstellungen in Bern Schweiz, München, Esslingen, Regensburg und Heilbronn.
  • 1968 Ausstellung, Haus der Begegnung, München.
  • 1967 Große Retrospektive mit über 80 Exponate, Klausenburg, Rumänien.
  • 1967 Eine große Wandmalerei, die sich auf eine Breite von 30 Meter erstreckt, wird zerstört. Die kommunistische Führung hatte das Fresko als „bürgerlich-dekadent“ bezeichnet, Foyer des Kino „Republica“, Klausenburg, Rumänien.
  • 1966 Ausstellung, Iassy, Miercurea-Ciuc und Arad, Rumänien.
  • 1964 Ausstellung, Perugia, Italien.
  • 1958 Ausstellung, Kiew, Sowjetunion.
  • 1958 Ausstellung, Cluj, Rumänien.
  • 1957 Ausstellung, Leningrad, Sowjetunion.

Gruppenausstellungen

  • 2011-2018 Galerie Raduart, Fürstenfeldbruck
  • 2011-2015 Ausstellung „Künstler aus Siebenbürgen – Grenzen, die verbinden“, Galerie Raduart.
  • 2011 Ausstellung „Galerie Raduart lässt Blumen sprechen!“, Galerie Raduart, Fürstenfeldbruck.
  • 2009 „Apoziția 40“, Galerie des Generalkonsulats von Rumänien, München.
  • 2005 Ausstellung „Bayern-Venedig“, Istituto Romeno di Cultura e Ricerca Umanistica, Venedig, Italien.
  • 2004 Ausstellung in den Räumen des Arbeitsministeriums, München.
  • 2004 „Der Glaube hat überlebt“, Residenz, München.
  • 1997 „Ein mal vier“. Plastiken und Gemälde von Liane Axinthe, Sandra Dunca, Elena Vlad-Loth, Radu Maier – Ausstellung der Versicherungskammer Bayern und des Berufsverbandes Bildender Künstler München und Oberbayern e. V.
  • 1986 Ausstellung in der „Galerie im Schlosspavillion“ (mit Elisabeth Enders und Silvia Sachse), Ismaning, München.
  • 1982 Große Deutsche Kunstausstellung, München.
  • 1979 Große Kunstausstellung, München.
  • 1979 Ausstellung in der „Galerie Antares“, München.
  • 1979 „Acht Künstler stellen aus: Landschaften“, Studio-Galerie Frechen.
  • 1978 Ausstellung „Paris trifft München“, Galerie Antares, München.
  • 1977 „Landschaften“, Jahresausstellung der Künstlergilde, Ostdeutsche Galerie Regensburg.
  • Seit 1975 nimmt regelmäßig an der Großen Kunstausstellung München teil.
  • 1975 Große Kunstausstellung, München
  • 1963 Ausstellung in Bukarest.
  • 1962 Ausstellung Temeschburg.

Radu Maier baut kulturelle Brücken

Danksagung des Kunstmalers Radu Maier bei der Preisverleihung in Marktredwitz. Foto: © Radu Maier
Danksagung des Kunstmalers Radu Maier bei der Preisverleihung in Marktredwitz.

Parallel zu seiner Präsenz auf der europäischen Kunstszene ist Radu im bayerischen Kulturleben stark involviert. Er errichtet ein solides kulturbezogenes „Brückensystem“ zwischen Deutschland und Rumänien mit Schwerpunkt auf Bayern und Siebenbürgen.

In der Galerie Raduart, gegründet im Jahre 2010 in Fürstenfeldbruck, finden unter seiner Aufsicht Einzel-und Gruppenausstellungen statt, in denen der Künstler sich für die Intensivierung und Vertiefung der kulturellen Beziehungen und Entdeckung diverser Berührungspunkte, zwischen den Landsmannschaften der Siebenbürger Sachsen, der Schwaben, der Ungarn und, selbstverständlich, der Rumänen aus Transsylvanien (Siebenbürgen) einsetzt; so entstand das umfangreiche Projekt „Künstler aus Siebenbürgen“ bekannt auch durch mehrere erfolgreiche Gruppenausstellungen, die ein entsprechendes Profil vorweisen.

Radu bleibt weiterhin ein wichtiges Bindeglied für die Weiterentwicklung der Beziehungen zwischen den Künstlern aus Deutschland und Rumänien, und setzt sich ständig für die Bekanntmachung und Verbreitung rumänischer Kultur in Deutschland ein.

Kulturpreisträger für herausragende Leistungen

Der BdV-Landesvorsitzender Christian Knauer liest die Laudatio für den Kulturpreisträger. Foto: © Radu Maier
Laudatio von Christian Knauer, BdV-Landesvorsitzender anlässlich der BdV Kulturpreis-Verleihung Bayern 2016 an Kunstmaler Radu-Anton Maier.
Gruppenfoto nach der Preisverleihung mit der Urkunde der Kulturpreis-Ehrengabe. Foto: © Radu Maier
Von links nach rechts: Joh. Hintersberger, Staatssekretär und Soziales, Familie und Integration; Kunstmaler Radu-Anton-Maier; Christian Knauer, BdV-Landesvorsitzender.

Radu erhielt die Ehrengabe des Kulturpreises 2016 vom Bund der Vertriebenen Bayern für herausragende Leistungen im Bereich der Pflege und des Erhaltes des Kulturgutes der Deutschen aus den Siedlungsgebieten in Ost- und Südosteuropa.

Der Wortlaut der Urkunde:

Der Bund der Vertriebenen in Bayern und seine in ihm zusammengeschlossenen Landsmannschaften vergeben im Rahmen ihres durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration geförderten Kulturpreis 2016 eine Ehrengabe für herausragende Leistungen im Bereich der Pflege und des Erhaltes des Kulturgutes der Deutschen aus den Siedlungsgebieten in Ost- und Südosteuropa an Radu-Anton Maier, Fürstenfeldbruck. Der Geehrte gehört zu den unbeugsamen Künstlern Rumäniens, die in der Zeit des Kommunismus diskriminiert wurden. Seine Werke – als „dekadent und klassenfeindlich“ bezeichnet – wurden teilweise zerstört.

1967 verließ der Künstler gedemütigt das Land und konnte sich in der Bundesrepublik Deutschland schließlich frei entfalten.

Nach dem Ende der kommunistischen Unterdrückung verstärkte er die Kontakte in seine Heimat. 1999 wurde er mit der Ehrenbürgerschaft seiner Heimatstadt Klausenburg ausgezeichnet.

Für sein Eintreten um Freiheit und Menschenrechte sowie für sein künstlerisches Schaffen sprechen wir Dank und Anerkennung aus.

Christian Knauer, BdV-Landesvorsitzender | Marktredwitz, 24. September 2016